Design Research: Daten getriebener Neustart

Rückblick auf die „Recherche- und Definitionsphase“ des Redesigns Deutschlands bekanntester redaktionellen Marke für technisch versierte Verbraucher.

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Ziele und meine Rolle

Chip Online (CHIP) ist das umfassendste redaktionelle Technologieportal im deutschsprachigen Internet. Die Website wuchs in den vergangenen Jahren und verlor dadurch sein konsistentes Design sowie seine übersichtliche Nutzerführung. Das Interface wirkte überladen und wurde für seine Besucher zunehmend verwirrend.

Ich arbeitete als User-Experience-Designer für CHIP, als Kamila Stanitzek (Director User-Experience & Design) mich bat, die aktuellen Fehler und Probleme der Website zu analysieren. Die Aufgabe: Ich sollte nicht nur Vorschläge machen, wie die bestehenden Userflows verbessert werden könnten, sondern ich sollte auch als Product-Owner die Umsetzung leiten. Verständlich, dass ich diese Aufgabe nicht ablehnte.

Analyse und Research

Zunächst untersuchte ich quantitative Nutzungsmetriken aus verschiedenen Quellen: Google Analytics, Adobe Omniture, Tracking-Listen und Webseiten-Suchanfragen. Darauf aufbauend zeichnete ich einige Flow-Diagramme und erstellte Hypothesen über Benutzerverhalten, die ich in Usability-Tests überprüfen wollte.

Zusätzlich briefte ich gemeinsam mit Kamila Stanitzek ein externes Marktanalyse-Unternehmen für einen Wettbewerber-Vergleich.

Mit  CHIP-Onlines Sales-Abteilung trugen wir Informationen zur aktuellen Monetarisierung der Webseite zusammen. Viele verschiedene Werbeformate hatten wesentliche Auswirkungen auf die zu erstellenden Interfaces und Wireframes.

Personas, Interviews und User-Tests

In Design-Workshops entwickelten wir drei Persona-Hypothesen und ich integrierte die Ergebnisse in meinen Testplan. Das Skript enthielt ein Interview, um mehr über unsere Personas zu erfahren. Zusätzlich ein Software-Nutzungsszenario mit Aufgaben, die mit der Websiten (Vergleiche Smartphones, Download-Software, etc.), jedoch war die Entscheidung zur Verwendung der Webseite CHIP-Online dem Benutzer selbst überlassen. Am Ende des Tests musste jeder Teilnehmer noch einen Fragebogen ausfüllen.

Zusammen mit Schmiedl-Marktforschung erstellte ich verschiedene Screener, um mindestens fünf Teilnehmer jeder Persona in unserer ersten Testreihe vertreten zu haben. Im User-Experience-Team führten wir die Tests durch, überprüften die Ergebnisse und definierten die daraus entstandenen Designanforderungen.

Markendefinitionsphase

Ich hatte jetzt erste Erkenntnisse und war bereit, für die Design- und Produktionsphase des Redesigns der bekanntesten deutschen  redaktionellen Marke für technisch versierte Verbraucher.

  • Definierte Markenwerte
  • Abgeleitete Markeneigenschaften
  • Umsetzungs-Hypothesen für Farben, Bilder und Interaktionen
  • Personas und User-Flows
  • Business-Anforderungen
  • Mängel und Probleme der Website
  • Markenwahrnehmung

Kurz gesagt

Es war eine spannende Herausforderung und faszinierend, nicht nur Teil des Redesigns zu sein, sondern es gemeinsam mit allen Beteiligten voranzutreiben. Wir lernten viel voneinander und arbeiteten perfekt zusammen, wie man im nächsten Artikel weiter lesen kann.

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